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Beiträge mit Schlagwort ‘Kampf’

Wir sollten alle so heldenhaft sein!

Am 13. Juli 2014 haben wir Deutschen FußballGeschichte geschrieben – und wir haben Goldstaub dabei verwendet!!!

Die Taktik der TorschussTrottel ging auf und hat einen argentinischen WeltklasseTorhüter überrumpelt, weil dieser sich bereits im ElfmeterSchießen als Sieger sah und gegenEnde der Verlängerung davon aus ging, dass die deutsche Elf bei ihm keinen rein bekommt. Doch dann kam Joker Götze – bei dessen Einwechselung einige deutsche Zuschauer über vermeintliche TrainerFehlEntscheidungen gestöhnt haben…zu Unrecht! Mit dem Selbstbewusstsein eines Champions und dem Können eines WeltklasseFußballers stellte er Ronaldo und Co. in den Schatten und verwandelte mit perfekter Technik eine eher zufällig gute Vorlage zu einem Traumtor mit GoldstaubEffekt, der alle Zuschauer in der Welt einen unvergesslichen Höhepunkt des Fußballs schenkte.

Die deutsche Elf hat allen in der Welt gezeigt, dass wir nicht nur in der UmweltPolitik, der Leistungsfähigkeit und der Innovativität vorbildlich sind, sondern auch noch im Fußball zu den größten Helden der Erde gehören. Und unsere Elf hat gezeigt, dass sie es als Einzelkämpfer nicht geschafft hätten, sondern TeamKollegen, Trainer, Taktiker, PhysioTherapeuten, MentalTrainer und Caterer aber auch Familie und Zuschauer gebraucht haben, um den WeltmeisterTitel über 10 Jahre Training und 5 Wochen Dauerkampf erarbeiten zu können.

Sie wussten, dass niemand durch Selbstüberschätzung Weltmeister wird.
Sie hatten einen gemeinsamen Traum, das höchste zu erreichende Ziel und ihre Liebe für jeden Mannschaftskamerad, die Sensibilität für dessen Stärken und Schwächen aber auch der Rückhalt durch die Menschen hinter dem Spielfeld haben die Kraft gegeben, diesen Traum zu realisieren. Die Sicherheit und Ruhe kam durch die Liebe untereinander und nicht durch Erwartungsdruck und verfrühte LobesHymnen. Wenn die Konzentration verloren ging, gab es immer jemanden, der alle zur Ruhe und Konzentration bewegte. Ging der Fokus in unerwarteten Widerständen verloren, gab es immer jemanden, der einen wieder auf das Ziel ausrichtete – Schritt für Schritt, von Spiel zu Spiel und einen Sieg nach dem anderen zum Pokal.
Wenn es nicht klappen würde, wäre die Mannschaft noch nicht optimal eingestellt…doch Löw hat allen bewusst gemacht, dass sie seit Jahren dafür gearbeitet hatten und nun den Sieg verdient hatten.

Lahm hielt nicht die Ansprache zur zweiten Halbzeit, weil Schweinsteiger die besseren Worte fand, um die Mannschaft zum Sieg zu motivieren und so brachte jeder seine Stärken ein, um das Team den gnadenlosen Kampf der argentinischen Gegner im WM-Finale überstehen zu lassen und mit Hartknäckigkeit und Fairness allen zu zeigen, dass sie den Sieg verdient hatten.

Physische Grenzen zählten nicht mehr…Fauls im Innenriss, neurologische Traumata durch den Zweikampf, blutende Wunden und Muskelkrämpfe wurden unbedeutend, weil alle sich gegenseitig unterstützten, aufrecht hielten und die Kraft zum Einstecken aller zum HeldenWachstum nötigen Rückschläge schenkten durch Liebe, Mut und Wertschätzung…wir brauchen jeden Einzelnen für diesen Kraftakt sorgte dafür, dass sogar Reuss mit auf das Siegerfoto kam, weil die Mannschaft seine Stärken mit nach Brasilien nahm. Gemeinsam schaffen wir das, unaufhaltsam zu sein…gib nicht auf, denn ich bin für dich da, wenn es für dich als Einzelner zu schwer wird war der Schlüssel zum Sieg. Auch Wenn du nicht mehr kannst, verstehen wir das, weil jeder eigene Grenzen der Leistungsfähigkeit hat, also schwäche nicht alle sondern erhol dich auf der Bank und lass neue Energien durch Mannschaftskameraden in den Kampf hat zur GesamtStärke beigetragen, weil der Tod von Robert Enke, die Verletzung von Reuss und ganz persönliche Grenzen unserer NationalSpieler bewusst gemacht haben, dass wir alle menschlich sind.

Wir sollten alle den Ball flach halten…war die Aussage von Müller bei einem Interview, als die LobGesänge durch einen unfassbaren 7:1Sieg gegen ein Brasilien mit einer AnfängerNationalMannschaft zu einem nationalen Erwartungsdruck durch verfrühte SiegHoffnungen der Presse und Gesellschaft führte…und damit zeigte die Mannschaft, dass sie von EM-Niederlagen gelernt hatte. Wer sich als Sieger feiert, bevor der Sieg errungen ist, vergisst, dass man nichts geschenkt bekommt und fehlendes Glück, unkontrollierbares Wetter aber auch Gnadenlosigkeit der Gegner oder FehlEntscheidungen von Schiedsrichtern jeden Erfolg vor dessen Erreichung zerstören können.
Wenn du dich fair und sauber verhältst, ist das Universum bereit dich zu unterstützen und schenkt dir Glück und Kraft.
Und darum hat Argentinien verloren, die mit Faustschlägen und unsportlichen Fußtritten die Gegner aus dem Spiel nehmen wollten und so bei Fortuna in Ungnade fielen.

Neuer hat mit göttlicher Führung keinerlei FehlEntscheidung im FinalSpiel erlebt, obwohl er bei kurzen Pässen mit der Abwehr im Spielaufbau half, bei torhüterischen AußenEinsätzen an der Torkreislinie jeden argentinischen Stürmer an seine Grenzen brachte und mit scheinbar erfolglosen Sprüngen vor dem Kasten ein guten TorschussKorridor verschloss und seine hohe RisikoBereitschaft mit der zuverlässigen Assistenz von Boateng bezahlen musste, der ein Tor verhinderte, als Neuer Vorarbeit leisten musste. Neuer hat die Deutsche Mauer wieder aufgebaut und damit die Nation gestärkt anstatt zu spalten. Sein grenzenloses Durchsetzungsvermögen hat sogar den Besten der Besten des internationalen Fußballs Respekt eingeflößt und damit die ganze Mannschaft darauf fokussiert, alles für das Ziel namens WeltmeisterPokal zu tun.Seine übermenschliche Macht im Angesicht des ChristusMonuments von Rio De Janeiro macht der ganzen Welt bewusst, was göttlicher Segen ist und dass es jeden Menschen zu Ungeahntem beflügelt. Ich freue mich, dass er dafür die goldene Hand des besten Torhüters der Welt mit nach Hause nehmen darf, denn die hat er sich verdient. Seine Einstellung, kein Gegentor kassieren zu wollen, hat alle inspiriert…MannschaftsKameraden im Positiven, Gegner eher mit DemutsBekundungen. Dass er nur ein Mensch im Kampf gegen andere WeltklasseHelden ist, bewies das brasilianische Tor, dass nicht nur eine traumhafte Einzelleistung war sondern auch noch die Arbeit einer brasilianischen Nation als WM-Veranstalter ehrte und seinen MannschaftsKollegen deutlich machte, dass sie ihn nicht im Stich lassen durften, weil nur ein MannschaftsSieg den Traum vom Weltmeistertitel der Realisierung näher bringt. Und diese Lektion war essentiell, als 9 Argentinier die deutschen TorAngriffe zu stoppen versuchten und nur die gegenseitige Hilfe einen Konter verhinderte.
Auch der scheinbar endlose Albtraum gegen Algerien war eine unbezahlbare Lektion für die Deutsche Elf, weil allen bewusst wurde, dass sie das Elfmeterschießen im Finale nicht gegen Romero schaffen würden, weil er zu gut als Torhüter ist. Das motivierte sie zu dem Traumtor 5 Minuten vor dem Abpfiff der Verlängerung durch einen Spieler, der viel geschont wurde und darum ein kraftvoller Joker war im langatmigen und verbissenen Kampf der restlichen Kameraden.
Taktisch waren die Elf von Löw perfekt auf die Leistung der FinalGegner eingestellt und alle wussten genau, was sie während der 130 Spielminuten zu tun hatten, weshalb sie mit Ruhe und Konzentration, Sicherheit und Geduld, Hartknäckigkeit und Liebe jeden argentinischen Siegeswillen dominierten und dabei jedem einzelnen Zuschauer ein OffensivSpiel der Superlative boten.

Der Schieri war der Böse, weil seine fragwürdigen Entscheidungen nicht mal für die kompetentesten des Fußballsports nachvollziehbar waren und italienische KontoBewegungen im Hintergrund die bisherigen Schandflecke wieder in Erinnerung riefen.

Ein Flitzer gehörte auch dazu, der erstmals von Sicherheitsleuten und Medien so gekonnt ausgeblendet wurde, dass keinerlei persönlicher Nutzen für den Täter heraus kam und die immer stärker werdende Unterbindung der SpielUnterbrechung in den Fokus geriet, wenn man von der Machtlosigkeit der unzähligen Sicherheitskräfte am Spielfeldrand einmal absieht.

Blutende Wunden, ein durch Neuer und Schweinsteiger dominierter Messi, ein konsequentes Ausspiel der deutschen Abwehr um die geniale Spielfähigkeit der Argentinier zu unterbrechen und eine Mannschaftsleistung, vor der man nur den Hut ziehen kann…macht diese WM mal wieder zu dem Besten was der internationale Fußball zu bieten hat.

Wir müssen keinen Krieg beginnen, um der Welt zu zeigen, dass deutsche Helden die Weltgeschichte verändern.

Wir müssen niemanden ins Krankenhaus bringen, um Weltruhm zu verdienen.

Wir müssen nichts und niemanden zerstören, um zu zeigen, dass wir zu den Besten der Welt gehören.

Wir müssen keine Glaubensrichtung oder Hautfarbe ausschließen, um internationale Größe zu erreichen.

Wir müssen kein nationalistisches Gedankengut als Basis nehmen, um mit den besten Erfolgsstrategien dieser Erde den Sieg zu erringen.

Wir müssen nicht auf die Kreativität anderer Nationen warten, um Unglaubliches zu erleben.

Wir können stolz auf unsere Elf sein, die Gegner umarmt, mit Courage zu eigenen Fehlern steht und mit mentaler Größe jeden Widerstand ohne unfaires Verhalten überwindet und das Ziel erreicht.

Wir können vor Glück jubeln, wenn 3 Klose, 2 Schweinis und siegreiche Väter wie Poldi in liebevoller Umarmung mit ihren Kindern der Welt zeigen, was Nachwuchsförderung ist.

Wir können Herzenssprünge erleben, wenn nach unzähligen glücklosen Versuchen der ersehnte Treffer WeltklasseNiveau erreicht und für allen erlebten Frust, jeden entkräftenden Nervenkampf und alle bangen Minuten entschädigt.

Wir können uns glücklich schätzen, solche Helden zu unserer Gesellschaft zu zählen, die über allen Vorurteilen, vorschnellen Gefühlen und Provokationen stehen und mit Bodenständigkeit und Disziplin jeden unüberwindlichen Kampf für sich entscheiden.

Wir können lernen von den Werten dieser Mannschaft, die aufeinander vertraute, die Schwächen des Kameraden auszugleichen wusste, den persönlichen Grenzen mit Verständnis begegnete, jedoch die Stärken des Einzelnen gleichzeitig sehr gekonnt zur Verbesserung der gesamten Mannschaftsleistung einzusetzen vermochte und selbst aktiv Unbeteiligte mental integrierte und mit Wertschätzung bedachte, weil passiver Einfluss genauso wichtig ist.

Wir können uns inspirieren lassen von dem Erfolg, den der Traum eines Einzelnen bewirken kann, wenn er zum Wunsch einer starken Mannschaft wird und zielführende Taktiken und lehrreiche Lektionen sowie Zeit zum Wachstum zur Realisierung beitragen.

Die Weltmeister haben selbst die mehr als 100 Journalisten dominiert und den Fans im Stadion für ihren grenzenlosen Einsatz gedankt…professionell und menschlich…nicht maschinell und computergesteuert.

Ich wünsche diesen Weltmeistern eine glänzende Zukunft, große Taten auf und außerhalb vom Spielfeld und dass all ihre Wünsche in Erfüllung gehen, denn ihre Werte sollten in alle Welt getragen werden.

Du willst mir meinen Erfolg nehmen? Das lassen ich und meine Kameraden nicht zu!
Du denkst, du bist besser? Wir werden sehen, wer am Ende gewinnt!
Du meinst, mit alten Werten kommt man weiter? Wir beweisen, dass Kreativität und neue Werte die Zukunft sind.
Du meinst, du allein hast Recht? Wir haben gemeinsam verschiedenste Strategien entwickelt und alle Erfolgsrezepte bei den Herausforderungen gebraucht.

Du meinst, du brauchst Gewalt um der Sieger zu sein? Wir gewinnen mit Liebe und Fairness.

Du meinst, mit blutenden Wunden kann man nicht mehr kämpfen? Mit der richtigen Versorgung durch kompetente Kräfte bin ich stärker als zuvor, denn Konstruktivität und die Wut auf dich geben mir Kraft zu besseren Leistungen.

Unfaire Chefs sollten zu hören bekommen, dass Löw seine Weltmeister nicht so behandelt hat.

Der deutsche Nachwuchs sollte dank dieser Vorbilder zu leidenschaftlichem FußballTraining statt Drogensucht und ZerstörungsWut inspiriert werden.

Die Klasse von Weltmeistern sollte die gesamte deutsche Gesellschaft umwandeln.

Es ist Zeit, dass Löws Kompetenzen als TeamChef, die Einstellungen der Spieler und das Verhalten der Fans und Familien das kranke System in Deutschland revolutionieren.

Dieser Sieg kann viel bewirken, wenn sich alle ein Beispiel daran nehmen.

Interessant fand ich auch den Trend vom Public Viewing zur WM-Kneipe, da zur WM der AlkoholGenuss bei einer Kneipentour eher im Hintergrund stand und niemand den unkontrollierbaren Wetter ausgeliefert war…lobenswert.

Ich danke unserer NationalElf und ihrem Trainer für herausragende Leistungen mit ErziehungsEffekt und VorbildWirkung.
Ihr seid WELTKLASSE! Wir brauchen mehr solche Helden wie euch.

 

4WMsiege

Für alle ArachnoPhobiker

Der Herbst ist für Arachnophobiker die schlimmste Alptraumzeit, weil TemperaturStürze unter 20 °C damit verbunden sind, dass Spinnen durch jedes Fenster, das zum Lüften geöffnet ist, in die Wärme von Häusern und Wohnungen drängen. Nie geöffnete Fenster unbeaufsichtigt lassen.

Wer nicht durch vollständig, befestigte Schutzgitter davor geschützt ist, findet bald da und bald dort kleine schwarze bzw. braun-weiß-gestreifte oder große dünnbeinige Achtbeiner.

Doch weit gefehlt! Das 3. Mal in 15 Jahren begegnete ich jetzt ungewollt einer deutschen Riesenspinne, die mit hohem Tempo und mehr als 5 cm Gesamtdurchmesser in meinen eigenen 4 Wänden herum lief und mich mit ihrer Neugier mehrfach zum Schreien brachte. In Deutschland gibt es behaarte und dickbeinige sowie intelligente Spinnen, die weder Tageslicht noch Menschen scheuen und vor der Kälte des Herbstes in gemütliche und interessante, deutsche Wohnungen fliehen.

Bild

Doch, was uns Phobikern Angst macht, ist die Unkontrollierbarkeit und das Kopfkino. Wir stellen uns schlimmste Dinge vor, die das Tier ungehindert anstellt und denken, dass wir keine Kontrolle darüber haben, wann es was mit uns und unserem Zuhause tut. Das lähmt uns.

Doch wenn wir unsere Angst besiegen, können wir die Panik verdrängen und den Verstand zu kleinen TeilSiegen gegen das Insekt nutzen und am Ende den Kampf um Lebensqualität gewinnen. Wir können die Kontrolle zurück gewinnen!

Zuerst sollte man die Spinne in dem Raum isolieren, wo man sie zuletzt gesehen hat (Fenster und Türen geschlossen halten). Dadurch kann man sich in den anderen Räumen frei bewegen und sich nach Kontakt wieder beruhigen.

Danach sollte man sich mit den Gesetzmäßigkeiten vertraut machen, denen Spinnen unterliegen und somit an ihre Grenzen stoßen. Hohe, glatte Wände kann kein Achtbeiner erklimmen. Und bei lauten Schreien flüchten oder erstarren sie. Zudem sehen sie im Halbdunkel schlecht z.B. im Schatten eines Tisches. Vibrationen informieren sie, wo wer ist. Und bei Kontakt mit Wasser halten sie die Luft an. Sackgassen bestehen aus Spalten und Löchern, die zu klein für sie sind, zum Bleistift bei dicht aneinander stehenden Schränken mit Besenleiste und Schranktüren. Und umso größer das Tier, umso bodennaher sind sie unterwegs. Allerdings klettern sie mühelos Stoff hinauf, der bis zum Boden reicht und ihnen genügend Halt gibt…egal ob Seide oder Velours.
Fotos im Internet zu sehen, nimmt ein wenig den Schrecken, wenn man dem Tier dann in echt begegnet.

Als nächstes muss man sich dem Kampf stellen und seinen LebensRaum verteidigen. Dazu verdrängt man die Angst und die Anwesenheit der Spinne, behält aber im Hinterkopf, was zu tun ist, falls es zu einer Begegnung kommt. Das erfordert ein großes Maß an Mut und Gelassenheit aber auch Verstand.
Ich bin immer in geschlossenen Schuhen und unter starkem Trampeln in den Raum gegangen, dessen Tür ich sofort wieder hinter mir schloss. Durch die Schuhe und das Trampeln gab ich mir selbst Sicherheit, dass der Achtbeiner gewarnt war, weit außerhalb meiner Fußweite zu bleiben und auch die Öffnung zu meiden, durch die ich kam.
Zudem hab ich mir ein großes Schneidbrett zum Erschlagen und einen halbtransparenten Eimer mit bunten Punkten bereit gelegt. Die bunten Punkte lenkten mich mit ihrer Fröhlichkeit erfolgreich von der PanikSituation ab…ich liebe Farben…und der große Durchmesser des Gefäßes ermöglichte einen sicheren Abstand für die Sicherheit meiner Person. Die Halbtransparenz schützte mich vor dem angsteinflößenden Ansehen des Tiers, half aber gleichzeitig die Kontrolle über die Situation nicht zu verlieren, weil ich es nicht aus den Augen verlor.

SpinnenFangEimer mit bunten Punkten zur Minderung der PhobiePanik
Mut machte ich mir mit einer PlastikSpinne, die mir ein Freund geschenkt hatte und die mir trotz ihrer LebensEchtheit und scheußlichen Größe nie etwas tat. Ich sprach mit ihr und fasste sie an, bevor ich den infiltrierten Raum betrat und meinen Angelegenheiten nach ging, als ob der lebende Achtbeiner nicht da wäre.

PlastikSpinne, groß und naturgetreu

War es mir zu viel, verließ ich den Raum fluchtartig und unter Trampeln, um mich nebenan oder bei einem Spaziergang wieder zu beruhigen. Hauptsache, das Tier blieb isoliert in den 4 Wänden, die ich ihm vorübergehend zugestand. Ich rief Freunde an, sprach mit meiner Psychologin und ließ mich von ihnen beruhigen, bis ich mein Kopfkino als nicht real einstufen konnte und die Panik hinter mir ließ.

Als ich von ihnen ermutigt den Kampf aufnahm, begegnete ich der ganzen Pracht des Achtbeiners, der sich einen bodenlangen Vorhang meines BeistellTisches hinauf bewegt hatte, um mich ausgiebig zu betrachten. Ich studierte ebenfalls meinen Feind, um die Angst zu verlieren und seine Fähigkeiten kennen zu lernen. Es beruhigte mich, dass er sich von TischPlatten und höheren Ebenen fern hielt. Zudem war das Tier noch jung und demzufolge unerfahren und durch seine SelbstÜberschätzung leichter zu fassen. Ich stufte es auf männlich ein, wodurch ich noch ein wenig mehr die Angst und mein Kopfkino an Macht verlor. Ich versuchte, die Riesenspinne mit meinem Eimer (immer in GriffWeite) zu fangen und lernte dadurch ihr Fluchtverhalten kennen. Sobald sie Gefahr witterte, schaltete sie auf Turbo und verschwand unglaublich schnell und unaufhaltsam als dunkler Kondenzstreifen, den man sekundenschnell aus den Augen verlor. Also musste ihre Neugier geweckt und sie mit einer Falle überlistet werden.

Als sie mich Stunden später entspannt auf dem Sofa mit Kleinigkeiten werkeln sah – ich hatte die Füße bewusst nicht auf dem Fußboden um mich selbst zu schützen – trat der Achtbeiner mitten auf den Weg, den ich immer zum Sofa nahm, vermutlich meinem Geruch folgend. Er zeigte, das war sein Revier und ich erschrak, weshalb mein Quieken ihn erstarren ließ. Doch nutzte ich den Überraschungseffekt und nahm mir sofort den Eimer, richtete die Öffnung auf das Tier und kam mit der Öffnung langsam näher. Schnelle Bewegungen vermeidend, stülpte ich das riesige Gefäß über die bewegungslose Spinne und stellte sofort etwas Schweres drauf, damit sie nicht mit ihren kräftigen Beinen den Rand aushebeln konnte. Ich wunderte mich im NachHinein, dass das Tier blind gegenüber dem Eimer und meiner näher kommenden Attacke war, doch vermutlich nahm das Sofa, auf dem ich mich komplett befand, alle BewegungsVibrationen von mir und der Schatten ließ den halbtransparenten Eimer komplett verschwinden. Oder sie wollte sich fangen lassen, um in allerletzter Sekunde mit TurboGeschwindigkeit zu entkommen und somit ihre Überlegenheit zu demonstrieren. Ich konnte nur vermuten, dass ich sie hatte, denn diese gefährliche Auseinandersetzung verursachte die gruseligste Gänsehaut auf jedem Zentimeter meines Körpers und einen übermächtigen FluchtDrang. Meine Hände und meine Beine krampften, nachdem ich den Raum fluchartig verlassen hatte.

Ich flüchtete panisch an die frische Luft der Nacht, im Vorübergehen von meinem Verstand gezwungen, eine Jacke überzustreifen. Mein Kopfkino rotierte und ich lief um mein Leben, arbeitete den Stress der Situation ab, blieb stehen um meinen ganzen Körper vor Ekel zu schütteln und ging weiter, um mich wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ich schrie, ich krampfte, ich halluzinierte, ich war im totalen Alarmzustand. Deshalb lief ich weiter…und lief und lief…bis die schwarzen Flecken, die dunklen Schatten der Nacht nicht mehr zu riesigen VerfolgerSpinnen mutierten und ich endlich wieder Einzelheiten der Realität um mich bewusst wahr nahm. Die stechende Gänsehaut blieb, doch half mir der größer werdende Abstand zum KriegsGelände des SpinnenKampfs mich langsam wieder auf Irdisches zu konzentrieren. Ich genoss den beruhigenden Blick in die Sterne, sah die fernen Lichter der Ortschaften hinter den Hügeln der Stadt. Ich lehnte mich auf ein Geländer, setzte mich auf eine Parkbank und beruhigte mich mehr und mehr. Klar werdende Gedanken erarbeiteten die Schritte, zur EimerInhaltBeseitigung. Ich beschloss den Achtbeiner als Maß meines Muts und meines Siegs über meine Phobie auf gekästeltem Papier im A3-Format zu fotografieren (durch den halbtransparenten Boden des FangEimers) und anschließend aus dem Haus bringen zu lassen. Die Gänsehaut würde bald unter einer warmen Dusche verschwinden, zu der ich aber noch nicht bereit war, da sie mit dem Heimweg verbunden war. Erst nach einer Belohnung – einem Eis, einem Telefonat voll Anerkennung oder etwas anderem Positiven – hatte ich wieder genug Mut und Kraft, in die Räume meiner Wohnung zurückzukehren, die von dem SpinnenAreal isoliert waren. Ich ließ mir die Zeit, die ich brauchte. Die Tür zum Raum mit Eimer und eventuell frei herum laufender, weil entkommener Spinne konnte ich keinesfalls betreten. Ich duschte lang und legte ein VerwöhnProgramm ein, ich surfte im Internet um mich abzulenken und schaute mir einen Film an, der mich so sehr beruhigte, dass ich einschlafen konnte (WALL-E). Am nächsten Morgen stellte ich einen schweren Blumentopf auf den umgedrehten Eimer, in dem augenscheinlich kein Achtbeiner zu sitzen schien und verließ sofort den Raum wieder, um meinen besten Freund anzurufen, der mich im Kampf gegen die Spinne unterstützen musste, weil ich nicht mehr in den kontaminierten Raum mit einer eventuell rachsüchtigen RiesenSpinne rein konnte. Ich war im Kampf zuvor an meine körperlichen und psychischen Grenzen gestoßen und hatte weder Kraft noch Nerven, mich dem allein zustellen, was mich noch erwartete.
Nach einem Ausflug mit besagten Freund, kamen wir erfrischt und voller Energie zu mir nach Hause. Er ging vor und ich folgte ihm zum Eimer. Während er mit einer Taschenlampe in den Eimer sah, holte ich FotoApparat und den Block mit den genormten RechenKästchen. Die Bestätigung, dass ich ein PrachtExemplar von Spinne gefangen hatte, war eine riesen Erleichterung und ein enormer Erfolg, der mich ermunterte, mein Zuhause endgültig von dem Achtbeiner zu befreien. Ich sah mir meinen schnellen und aufgeregten Feind in der Falle an und zog einen großen Karton heran, um mit dem Tischbein zusammen jeden Fluchtweg abzuschirmen. Zu zweit bugsierten wir die Spinne durch Klopfen und Schieben des Eimers an die andere Seite des Gefäßes, wo kein Spalt durch das Eindringen unseres Blockes eine Flucht ermöglichte. Wir hatten den Rand nur so weit angehoben, wie der Block hoch war, den wir unterschieben wollten, was auch zügig passierte. Ich hielt die Wände des Gefängnisses, weil ich feinmotorischer war und meine Panik ein zu großes Anheben oder gar Umstürzen verhindern würde. Der Pappdeckel, der 10cm größer war, als der Durchmesser des Gefäßes, wurde von meinem Freund drunter geschoben, der keinerlei Angst vor dem Tier hatte. Die Spinne ergab sich ihrem Schicksal und kletterte auf den hellen Untergrund, wo ich ihre halbtransparente Größe fotografisch festhalten konnte, nachdem Paketklebeband das Entkommen des Tieres an jeden Mikrometer des Randes verhinderte. Mitsamt Deckel brachten wir sie im Eimer nach draußen und mindestens 50 m von meinem Wohnhaus weg. Dann drehten wir den Eimer auf den Kopf und hoben ihn über uns, um durch den milchigen Boden zu beobachteten, ob der Achtbeiner am Papier klebte oder am Boden des Eimers war. Als uns letzteres beruhigte, stellten wir zudem erleichtert fest, dass das Tier keine Chance hatte, die glatten EimerWände hochzuklettern. Wir besorgten einen Gegenstand zum Töten des Insekts, damit andere ArachnoPhobiker dieses kälteEmpfindliche Tier nicht bei sich wiederfinden würden, und brachen den angeklebten Papierdeckel auf…ich in riesigem SicherheitAbstand, weil ich zu panisch war, um dies aus nächster Nähe mitzubekommen. Der Panzer des Achtbeiners knackte hörbar und ich wartete noch ein paar Stöße ab, bis mein Freund bestätigte…“Die ist erledigt“. Danach sah ich mir den zusammengezogenen Spinnenkörper an, schüttelte den Eimer zur Absicherung der Bewegungslosigkeit und warf das dunkle Bündel auf den Fußweg, um abschließend draufzutreten.

Ich hatte den Kampf gewonnen. Ich war Sieger über Angst und Achtbeiner. Ich und meine Wohnung waren befreit.

Ich war überglücklich und total dankbar, dass ich Hilfe beim Finalkampf hatte, weil ich ohne meinen Freund das Tier nicht hätte aus dem Haus und aus dem Eimer bekommen. Die bunten Punkte brauchte ich aber zurück…für diesen BlogEintrag und den nächsten Störenfried, der meine Arachnophobie zu Panik werden lässt.

Damit ich aber meine Phobie soweit unter Kontrolle hatte, musste ich viele Schritte der Konfrontation gehen…erst Spielzeugspinnen, dann naturgetreue Plastikspinnen, auch gut verschlossene Giftspinnen im Zoo oder dem Zoohandel und schließlich auch viele MiniSpinnen, die ich an meinen Wänden erquetschte oder im Altweibersommer beim Spaziergang mitsamt SpinnFaden einfing.
Jetzt sind nur noch die Riesenexemplare in freier Wildbahn die, die in mir Panik, Ekel und Angst im Übermaß (Trauma) auslösen, wenn ich ihnen nicht aus dem Weg gehen kann – denn meine Wohnung gehört mir und Spinnen sind da unerwünscht.

Viel Kraft und Mut schenkt allen ArachnoPhobikern eure SiM

PS: Dies ist mein NovemberEintrag, den ich voraussichtlich wegen OfflinePeriode nicht schreiben kann, also vorziehe – auch wegen der ThemenAktualität.

EM-Finale 2012 ohne Deutschland

Wir sind erst im Finale, wenn wir das Halbfinale gewonnen haben!
Und keiner wird Meister, wenn er das Finalspiel nicht gewinnt!

(Darf zitiert werden.)

Jörgi Löw sagte einst weise, unsere Nationalmannschaft wird nur Step-by-Step zum Sieg kommen, weshalb ich befürchte, die deutschen Fußballfans haben immernoch nicht aus ihrem Fehler gelernt…wenn man sich schon als Meister feiert, bevor man das Finalspiel gewonnen hat, kann man nur enttäuscht werden.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die taktische Kampfansage „Wir werden Italien besiegen“ die Weltklassemannschaft aus dem Land der Pizza motiviert hat, es unserer Mannschaft zu zeigen und ihren Übermut zu bremsen.

Wir haben eine echt tolle Mannschaft, die auch stark ist, hart arbeitet und bewundernswerterweise bis zur allerletzten Minute kämpft…aber man sah gestern, dass ein wenig Kreativität und kaltschnäuziges Durchsetzungsvermögen bei unserer Fußballfamilie fehlt (Torhüter Manuel Neuer ausgenommen).

Löw hat unsere Fußballer vielleicht ein klein wenig überschätzt und unsere Mannschaft hat die italienischen Gegner etwas unterschätzt (von der Theorie zur Praxis). Deshalb wurden in der ersten Halbzeit zweikampfstarke Spieler aufs Feld geschickt, die unser Spiel den anderen aufzwingen sollten,  aber wegen ihrer Unbeweglichkeit von Italien ausgespielt wurden. Wir hätten Schnelligkeit und Bissigkeit gebraucht – die ja auch in der zweiten Halbzeit mit Klose und Reuss gegriffen hat (weil Italien uns durch ihren Vorsprung spielen ließ).

Das alles wär nicht so schlimm gewesen…wenn die Abseitsfalle bei uns funktioniert hätte. Da fehlte die Erfahrung bei unseren Newcomern. Und taktische Mängel, verschlafene Einsätze und Kraftlosigkeit im Zweikampf sind Fehler, die uns den Sieg kosten würden – das war Löw bewusst.

Nur wenn man als Gegner unterschätzt wird, kann man überlegene Fußballteams austricksen! 

Wir brauchen InsiderWissen, wenn wir den Besten der Besten des internationalen Fußballs etwas vormachen wollen. Wir müssen anfangen von ihnen zu lernen, wenn wir den Fluch brechen wollen. Wir müssen unsere Profiausbildung umstellen und die Theorie von Löws Sportwissenschaftlern schon von Kleinauf in den Fußballvereinen trainieren. Wie soll man Fehler vermeiden, wenn man sie erst im Halbfinale macht, wo sie einem das Genick brechen?

Um unter die ersten 3 der Weltmeisterspitze kommen zu können, müssen wir (von ihnen) lernen, taktische Fehler durch Überraschungsmomente zu erzeugen und diese schnell und unaufhaltsam zu nutzen. Bei der Ecke klappt das ja schon ganz gut.

Trotz allen Trainings geht uns im Halbfinale die Luft aus, obwohl wir gerade dort die stärksten Gegner gegen uns haben…es fehlt das letzte Fünkchen Sternenglanz, was Spanien, Italien und Brasilien haben, weil sie Spieler in die Nationalelf holen, die mit individuellen Spielweisen – im Mannschaftsgefüge integriert – überraschen können. Deutschland hat keine Straßenkicker, die mit dem Ball so umgehen, wie andere Männer mit einer Frau und Sachen können, an die andere Fußballer nicht mal im Traum gedacht haben. 3 oder 4 JokerSpieler würden unseren Deutschen Kader echt aufwerten, wenn ihre Individualität als Stärke von der ganzen Mannschaft genutzt werden könnte.

Leider können wir uns nur durchbeißen, wenn sich der Gegner unser Spiel aufzwingen lässt, aber wir können die Schockstarre nicht überwinden, wenn uns die Führung verloren geht. Wir können unser Spiel nicht an das der Weltklassegegner anpassen, wenn diese uns hinterherlaufen lassen.
Das erste Tor der Gegner sollte bedeuten – auf neue Taktik umstellen! Aber wir haben keine Umstellsignale und auch nicht genug Taktiken zum wechseln und verblüffen.

Die Taktik der Innovation…vielleicht kann man Strategien von Weltklassemannschaften der Vergangenheit analysieren, kombinieren und weiterentwickeln und so flexiblere Spielwechsel erlernen. Fehler der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen, deshalb sollten auch die Deutschen Profis anfangen, Fußballbibeln unter ihrem Bett zu haben, die entscheidende Fehler und erfolgreiche Strategien des modernen Fußballs der letzten 50 Jahre detailgenau beschreiben und analysieren. Dieses Wissen ist dann verarbeitet und durchdacht, vielleicht sogar schon ausprobiert, wenn es zu wichtigen Spielen mit übermächtigen Gegnern kommt und Umschalten in der Spielvorbereitung kein Problem mehr. Es ist klar, dass das Geheimlektüre bleiben muss, weil sonst der Überraschungseffekt verloren geht.

Die Taktik der Gelben Karten…Siegermannschaften verteilen an jeden ihrer Spieler Gelbe Karten durch strategisch durchgeplanten, harten Einsatz im Zweikampf…Elfmeter aber strikt vermeidend! Damit demontieren sie die Macht des Gegners und machen Druck…sie dominieren das Spiel. Wer eine Gelbe kassiert, spielt wieder fair, um keine Rote zu  kassieren. So nutzt man alle Mittel, um auch gegen die stärksten Mannschaften zu gewinnen.

Unsere Mannschaft sollte auf kraftlose Spieler auf dem Feld verzichten und mit Schnelligkeit, Präzision und unbekannten Überraschungstaktiken kontern…
dann könnten wir schauen, ob unser Siegeswille auch gegen die Besten der Besten zum Sieg reicht.

Wer Italien nicht besiegt, scheitert auch an Spanien und Brasilien, obwohl die Schiedsrichter gestern so komisch entschieden, dass ich Berlusconis und deren Konten überprüfen lassen würde.

Und die Fans sollten unserer kraftlosen Mannschaft Energie schicken und sie anfeuern, anstatt voll Übermut den Titel zu feiern, bevor der letzte Pfiff des Spiels ertönt.

Das ist meine Meinung als Fußballfan 🙂

Für Vorurteile und Irrtümer durch fehlendes Wissen möchte ich mich natürlich entschuldigen…ich will nur Optimierungsanstöße geben 😀

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