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Archiv für März, 2015

Mindestlohn – der Übergang

Am 1.1.2015 wurde bundesweit der Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt, auf den die ostDEUTSCHEN Bundesländer in besonderem Maße gewartet haben.

Hoffnung 1 war – keine UnterBezahlung von 4,50 Euro pro Stunde mehr, wie bei einer befreundeten Nichtraucherin, die ihren Knochenjob in Chemnitz dennoch mochte, obwohl Urlaub, Kind und Auto unrealistische Träume blieben, da am Ende des Monats kaum noch Geld für Lebensmittel im SingleHaushalt da war.

Hoffnung 2 war – keine AufStockung mehr für Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen, deren Lohn nicht zum Leben reichen, weil sie Kind und Auto haben und aus Interesse und Leidenschaft in BerufsGruppen wie Friseur/Friseuse, Florist/Floristin u.a. den Dienst an der Gesellschaft tun.

Hoffnung 3 war – sinkende ArbeitslosenZahlen bei Unter25Jährigen, die lieber für 700 Euro auf Kosten des Staates Zuhause blieben anstatt für 400 Euro arbeiten zu gehen, weil das Ausfüllen eines Hartz4Antrags das gesetzlich garantierte Recht auf Leben in diesem Sozialstaat auf einfache Art und Weise absichert.

Hoffnung 4 war – kein LohnGefälle mehr, was dazu führte, dass MontageArbeiter in Sachsen jeden SonntagAbend ihre Familie verabschieden, dann nach WestDeutschland fahren um dort billiger als örtliche Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen zu arbeiten und am Freitag  wieder zurück kehren, um meist völlig ausgelaugt genauso wenig am FamilienAlltag teilzunehmen wie an den anderen Wochentagen.

Wie der Übergang  wirklich aussieht, möchte ich an Hand eines realen Beispiels erklären. Ich danke den Betroffenen für Ihre Mitwirkung.

Die Kleine Galerie in Hohenstein-Ernstthal ist eine bedeutende KulturEinrichtung der Stadtverwaltung und hat eine GalerieLeiterin, welche verantwortlich für die Organisation von mindestens 4 Ausstellungen pro Jahr in der Galerie und im Rathaus ist, und eine Mitarbeiterin im GalerieDienst, die die Öffnungszeiten absichert und Besucher empfängt, unterhält und beaufsichtigt. Zudem ist ein KulturVerein zur Unterstützung der Kleinen Galerie eingerichtet worden.

Mit Einführung des Mindestlohns wurden die monatlichen ArbeitsStunden der GalerieLeiterin von 60 auf 40 Stunden gekürzt, bei GLEICHbleibendem ArbeitsAufwand, der schon in 60 Stunden kaum zu schaffen ist.

Die Mitarbeiterin im GalerieDienst darf ebenfalls häufiger Zuhause bleiben, wofür hingegen die Mitglieder des KulturVereins zu ehrenamtlichen Arbeitsstunden verpflichtet wurden und tageweise die Öffnungszeiten absichern. Inspiriert wurden die Verantwortlichen dieser Entscheidung durch das ehrenamtliche Engagement von KulturVereinsMitglied Michael Sonntag, der seine VereinsBeiträge durch freiwillige GalerieDienste abrechnen ließ, seit er während einer 1EuroMaßnahme in der Galerie Besucher empfangen hatte und zum VereinsBeitritt bewegt wurde.

Sieht so die Vorstellung von Frau Angela Merkel (Kanzlerin), Frau Andrea Nahles (Arbeitsministerin), Herr Stanislaw Tillich (MinisterPräsident Sachsen) u.a. RegierungsMitgliedern aus?

Soll der Mindestlohn tatsächlich für mehr Freizeit sorgen, bei gleichem traurigem MonatsLohn wie vor der Einführung der 8,50 Euro pro ArbeitsStunde?

SiM

 

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