Just another WordPress.com site

Archiv für Dezember, 2013

Wahre WunschGeschenke

Ich denke weiter, experimentiere gern und habe dieses Jahr zu Weihnachten etwas Neues ausprobiert – und es funktioniert.

Viele Menschen ärgern sich, weil die Geschenke von Freunden oder Verwandten nicht den persönlichen Geschmack treffen.

Dann heißt es entweder Umtausch oder Leiden, weil das Geschenk einen immer wieder daran erinnert, dass die Vertrauten einen nicht richtig verstehen.

Doch warum deshalb leiden, fragte ich mich dieses Jahr. Niemand kennt meine eigenen Wünsche so wie ich.

Ich ging Geschenke für eine Weihnachtsfeier kaufen, sah traumhaft schöne Geschenke unter 5 Euro für mich und packte alles in den Einkaufskorb. (Nutze die Gelegenheit – es kommt keine zweite.) Als ich an der Kasse stand, sah mich meine beste Freundin und kam in den Laden, um mich zu begrüßen.

Einige Wortwechsel später machte ich den Versuch und fragte sie: „Welches der bezahlten Produkte hier würdest du dir für mich als Weihnachtsgeschenk aussuchen? Ich hab da so eine Idee. Ich kauf mein eigenes Geschenk und du bezahlst mir, was es gekostet hat, und machst es mir somit zu dem Geschenk, was ich mir wirklich wünsche. Das kostet 2 Euro, das 3 und das hier 2,50 Euro?“

Sie machte tatsächlich mit und suchte sich einen Mörser aus, den ich schon länger haben wollte.

Ohne zu zögern, holte sie die Münze aus ihrem Portemonnaie und bezahlte den aufgerundeten OriginalPreis, um mir die AnschaffungsKosten abzunehmen. Dann nahm sie das Produkt mit, um es noch schön für mich einzupacken. Ich freute mich, weil ich ein wenig von meinem Geld, was in der LadenKasse gelandet war, zurück hatte. Aber noch mehr freute ich mich, dass meine Idee offensichtlich gut ankam.

Ich baute es aus. Die Gegenstände meines Herzens landeten Zuhause und warteten auf Weihnachten.

Bei einer Freundin, die ich vor Weihnachten traf, ließ ich mein Geschenk Zuhause und erklärte ihr, was sie mir als wirklich gutes Geschenk machen könnte, wofür ich es brauche und wieviel es kostet. Obwohl sie mich zum WeihnachtsEssen in ein Restaurant einlud und schon ein liebevoll ausgesuchtes aber leider nicht ganz passendes Geschenk für mich gekauft hatte, bezahlte sie sehr gern die 2 Euro für eine KeilrahmenRegenSchutzhülle, die ich für zukünftige Ausstellungen brauche, weil dank ihrer Größe mehrere Rahmen witterungsgeschützt und ohne Auto transportiert werden konnten. Wir freuten uns beide über die gelungene Bescherung.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag traf ich einen Freund, von dem ich wusste, dass er keine Geschenke nach Wünschen anderer außer ihm aussuchen konnte und jedes Mal damit überfordert ist, für andere Geschenke zu kaufen. Ich bereitete ihn darauf vor, dass ich mein eigenes WeihnachtsPäckchen mitbringen würde, was er mir zum Geschenk macht, indem er es bezahlt. Weil er zu den Menschen gehört, die andere seine Geschenke einpacken lassen, weil er selbst dazu nicht fähig ist, hab ich mein bestes Weihnachtspapier rausgesucht und damit mein Geschenk so liebevoll eingepackt, dass es mir eine Freude war, es anzusehen.

Warum immer nur die schönsten GeschenkVerpackungen für andere gestalten?

Bei der Bescherung am zweiten Weihnachtsfeiertag packten er, sein Sohn und ich gleichzeitig die Geschenke aus und es war ein erhebender Moment für mich zu wissen, dass der Inhalt einen großen Wunsch von mir erfüllte. Diesmal war ich es, die wusste, was im Päckchen war 🙂

Jeder war so mit der Freude über sein Geschenk beschäftigt, dass es sich wie all die Jahre zuvor anfühlte…normal.

Im Gegenteil…niemand konnte nachvollziehen, was mein Geschenk so wundervoll für mich macht – außer ich. Darum war ich froh, dass ich dafür gesorgt hatte, es zu bekommen.

Bei der Verabschiedung bekam ich die aufgerundete Summe, die als Beweis auf dem Preisschild des Produkts zu lesen war. Natürlich musste ich erst danach fragen, weil der ignorante Freund unsere Abmachung schon wieder vergessen hatte. Widerstand gab es aber nicht, was ich bei Egoisten wie ihm als Erfolg werten kann.

Mein bester Freund suchte sich aus drei verschiedenen Wünschen den aus, wo er sich am teuren Einkauf anteilsmäßig beteiligen konnte, weil er so die Kaufsumme für mich reduzierte.

Eine Freundin, die mir ihre verhassten LieblingsPralinen aufzwingen wollte, beschenkte ich damit, dass sie sie für sich behalten durfte. Statt dessen bezahlte sie eine Vase, die ich am Tag zuvor spontan gekauft hatte, weil ich nicht an ihr vorbeigehen konnte auf der Suche nach einem anderen aber leider nicht vorhandenen LadenArtikel. Sie freute sich mit mir an dem LiebesKauf und wusste, dass sie mich dadurch glücklich machte.

Ende gut, alles gut…ein Weihnachten voll erfüllter Wünsche.

Die BodyLotion, die ich nicht brauche und die Pralinen, die ich nicht mag…bekomm ich nächstes Jahr auch noch weg…die Freunde haben es ja gut gemeint.

Innovative Ideen in einem glücklichen Jahr 2014 wünscht Künstlerin SiM

2013 Jahresgedicht von SiM

Nach GesundheitsWarnungen aus der Forschung der Ökotrophologie

setzte ich mir eine basisch (80%) – saure (20%) ErnährungsUmstellung zum Ziel.

Das Verschwinden von Kilos, Gelenkschmerzen, Sodbrennen, Hautproblemen und weiteren Beschwerden mir wirklich gut gefiel.

Doch die Bezeichnung – meiner Zeit 20 Jahre voraus zu sein – bedeutet mir auch echt viel.

 

Der Job als PizzaFahrerin machte mir Spaß.

Doch nur 3 Tage pro Woche war mein Höchstmaß.

Und das auch nur bis der CholerikerChef sich vergaß

und mir überlaut – statt amtliche Formulare für mich auszufüllen – die Leviten las.

 

Im Frauenzentrum war ich als Gestalterin höchst gefragt.

Doch 15 Stunden pro Woche habe ich kaum geschafft,

weil ich AufwandsEntschädigung für Perfektion nicht mag.

Als ich mich auch noch im Stich gelassen fühlte, war mein letzter Tag.

 

Beim ReggaeSunFestival im August wurde ich zum Creative Act

und hab mich neben der großen Bühne mit KunstExperimenten versteckt.

Als AufbauHelfer und in der KinderBetreuung haben alle meine vorbildlichen Leistungen gecheckt.

Doch im Abbau hat die ehrenamtliche Helferin alle mit einem Nervenzusammenbruch und dessen Vorboten erschreckt.

 

Meine Kunstgruppe MAKKE stürzte mich dieses Jahr ganz oft in die Krise.

Den Verlust eines kreativen WettbewerbsBeitrags vor dessen Einreichung ich nun verdrieße.

Bei der Ausstellung im Schloss Wildenfels sagte man, dass ich nicht Künstlerin SiM hieße.

Und im Stadtgarten meiner Wahlheimat malte ich nachmittags allein auf der eiskalten Wiese.

Doch umso mehr ich nun unsere Einladung zur RathausAusstellung im Jahr 2014 genieße.

 

Kontraste e.V. lud mich als Künstlerin zur Kunstmeile nach Zwickau ein.

Ein Schaufenster gestaltete ich mit FantasieGalaxien recht fein.

Ich verkaufte NamensSchilder, Fotos, Kunst und auch T-ShirtDesign.

Doch wegen einiger Investitionen fuhr ich mit 0 € Gewinn am Ende heim.

 

Im GedichtBand der Frankfurter Bibliothek wurde ich verlegt

und mein Gedicht wurde als Spiegel der Gesellschaft mit Anerkennung gepflegt.

Auf Honorar oder Vergütung hatte ich umsonst Hoffnungen gehegt.

Beim Kauf eines Exemplars würde ich sogar mit 80 € DruckKostenBeteiligung belegt.

 

Nach über 6 Monaten gelang mir der Eintritt in den örtlichen GospelChor

Und alles ist besser als jemals zuvor.

Anerkennung, Familie und Freude fand ich hinter einem großen offenen Tor.

Und die Chorleiterin und ich arbeiten an der Veröffentlichung eines meiner Songs.

 

Als GospelChor durften wir im Oktober mit der großartigen Kathy Kelly singen

und genießen, wie über 300 KonzertBesucher vor Begeisterung die Kirche zum Beben bringen.

Weil der Star gerne wieder kommt, konnte sie bei uns wohl ein neues Zuhause finden.

Und wegen ihr konnten sich herausragende Songs an unsere musikalischen Herzen binden.

 

Es war ein äußerst aufregendes Jahr.

Und in Krisen waren immer Freunde für mich da.

Ich danke all meinen irdischen Engeln weit weg und ganz nah.

Nur durch euch fühl ich mich geliebt und bleibe stark.

 

SiM

 

Nachwuchsförderung mangelhaft

SchließungIn Deutschland verschwinden immer wieder gut laufende Firmen aus dem Stadtbild.

Meine Theorie zu dem WARUM will ich nun hier auf realen Fakten aufbauen.

Eine Druckerei, die städtische Chroniken und verschiedene Werbemittel gedruckt hat und zudem noch AusbildungsBetrieb war, schließt die Tore, weil die FirmenInhaber das Rentenalter erreicht haben. Diese Überalterung der ChefEtage ist in zahlreichen mittelständigen Betrieben aktuell und der Mangel an FachPersonal ist seit Jahren hochdiskutiert.

Doch was passiert intern, wenn ein Betrieb mit circa 5 Angestellten vor dem Aus steht?

Zu allererst kommt die Einstellung der älteren Generation „Ich habe mir meine Rente verdient und gehe jetzt in den Ruhestand, auf den ich schon so lange gewartet habe.“

Dass aber gerade die eigene Firma zum LebensInhalt werden kann und dessen Verlust oft zu physischem und psychischem Abbau führt, wird gern tot geschwiegen, obwohl es BeerdigungsGesellschaften regelmäßig bestätigen können. „Er hat es nicht verkraftet…“ „Ihr hat es das Herz gebrochen…“ dürfte bei vielen alte Erinnerungen wecken.

Weiterhin wird oft der fehlende Nachwuchs bejammert. Dass er selbst produziert ist, bleibt oft unbewusst.

Wer die Karriere eigenen Kindern vorzieht, braucht sich über NachwuchsMangel nicht wundern.

Wer den eigenen Nachwuchs nicht in die Firma hineinwachsen lässt, der fördert andere InteressenGebiete und das DesInteresse am FamilienBetrieb.

Und wer vom eigenen Nachwuchs erwartet, dass er die Firma später übernimmt, wacht aus einer unrealistischen TraumVorstellung auf, wenn dieser durch eigene Talente und Fähigkeiten auf andere berufliche Bahnen gelenkt wird.

Am Schlimmsten finde ich die FirmenInhaber, die ihre Mitarbeiter für auswechselbar halten und ihnen das mit unmenschlichen ArbeitsBedingungen, LohnAusbeutung und fehlenden AuftstiegsChancen jeden Tag zeigen. Dass von diesem ArbeiterStab niemand sagt, ich will an der Seite vom Chef stehen, wenn dieser in Rente geht, um die Firma zu übernehmen, dürfte jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein.

Auch die Einstellung vieler Chefs – ich will einen SuperArbeiter, dem ich nichts mehr beibringen muss – geht nach hinten los. Jede Firma ist individuell und kein Arbeitnehmer kann darauf eingestellt sein, wie es in speziell diesem Unternehmen zu laufen hat. Da ist die Software anders, die Maschinen sind von einem anderen Hersteller oder von damals bzw. brandneu. Auch die FirmenEinstellung ist überall unterschiedlich und die Erwartungen, die daraus entstehen.

Und wer zum Schluss noch denkt, mein Nachfolger muss so sein wie ich, der ist unfähig zu erkennen, dass nichts so bleibt, wie es mal war. Heutzutage muss man mit der Zeit gehen, neue Ideen fördern und auch mal was riskieren, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Falscher Stolz und ein verletztes Ego führen aber leider oft dazu, dass der Chef VerbesserungsVorschläge seiner Mitarbeiter ignoriert bzw. sie bei der Umsetzung als eigene ausgibt. Fehlende Anerkennung führt zu Frust und Frust führt auf Dauer zu mentalem Tod.

Darum stellen aktuelle Umfragen fest, dass Mitarbeiter sich nicht mit der Firma identifizieren und nur noch wegen der finanziellen Absicherung zur Arbeit kommen – unmotiviert und leer.

Doch es geht auch anders. Wie es zu laufen hat, möchte ich allen offenen Firmenleitern nun offerieren.

Zu allererst muss einem bewusst sein, dass die Firma schließt, wenn man selbst nicht mehr fähig ist diese zu leiten.

Dann muss frühzeitig begonnen werden, im eigenen Unternehmen einen Nachfolger zu suchen.

Dazu hat man folgende Möglichkeiten.

1. Man schaut unter den Mitarbeitern mit Verbesserungsvorschlägen, wer gute Ideen für eine erfolgreiche Zukunft der Firma entwickeln kann. Das fängt mit der Forderung nach einer längeren Mittagspause an und hört mit dem Vorschlag zu NeuInvestitionen auf.

Ersteres dient dazu, dass Mitarbeiter sich wohler fühlen und gern zur Arbeit kommen, somit also motivierter und engagierter sind. Wer die Bedürfnisse der Mitarbeiter wahr nimmt und unterstützt, bekommt diese Unterstützung als Rückhalt zu spüren. Es entsteht ein Zusammenhalt, weil alle am selben Strang ziehen – dem Erfolg der Firma.

Letzteres dient dazu, mit der Zeit zu gehen und der FirmenEntwicklung neue Impulse für die Zukunft zu geben, gerade weil der Chef mit Abrechnung, Verwaltung und Organisation meist so stark beschäftigt ist, dass es ihm unmöglich ist, Innovationen zu entwickeln. Manche Mitarbeiter bringen dabei ErfolgsKonzepte von anderen Firmen mit, die jeder Chef zu schätzen wissen sollte, da sie die eigene Firma verbessern können. Stillstand ist für eine Firma oftmals tödlich. Mitarbeiter können dies verhindern, indem sie eigenes KonsumentenVerhalten oder Beobachtungen im Freundeskreis in die Firma einbringen, um diese mit einer NeuKonzeptionierung konkurrenzfähig zu halten. Welche der vielen Ideen dabei am erfolgversprechendsten ist, bleibt die Entscheidung der Firmenleitung, was auch auf deren Umsetzung zutrifft.

2. Man bringt die eigenen Kinder schon frühzeitig in die Firma ein mit Ferienjobs, kleineren ArbeitsGelegenheiten oder einfach nur der AufenthaltsErlaubnis, damit die interessanten Berufsfelder der Firma so lange beobachtet werden können, bis man sie selbst ausprobieren möchte. Das Ausbremsen des Nachwuchses – dafür bist du noch zu klein – kann nur gesund sein, wenn dafür andere Beschäftigungen gefunden werden, die für den Nachwuchs geeigneter sind. Denn Frust verursacht mentalen Tod. Auch der Zwang – du musst in der Firma dein Praktikum machen – erzeugt Frust. Falls das Interesse der eigenen Kinder individuelle Wege geht, gibt es ja immernoch den Mitarbeiterstab, den man als Nachfolger bestärken kann.

3. Dabei kann man die Methode der MangelBeklagungsSchleife anwenden. Gerade als AusbildungsBetrieb führt es oft zum Erfolg, wenn der Chef regelmäßig wiederholt, dass ihm ein Nachfolger fehlt…aber nicht täglich, sondern kontinuierlich über viele Jahre hinweg, bis sich einer der Mitarbeiter berufen fühlt, diese imense Aufgabe zu erfüllen. Das kommt bei den Meisten aber nicht über Nacht. Oft vergehen Jahre, bis im AngestelltenStab jemand herangewachsen ist, sich mit der Firma zutiefst vertraut gemacht hat, sich seine Zukunft bis ans LebensEnde in dem Unternehmen vorstellen kann und das VerantwortungsBewusstsein entwickeln konnte, in die Fußstapfen des Chefs zu steigen. Vermutlich hat er diesen auch mehrmals überprüft und dessen Reaktionen auf eigene Ideen getestet. Womöglich hat er sogar nach der KostenÜbernahme einer Weiterbildung gefragt. Das gehört alles zum Förderprozess eines Nachfolgers und kostet oft 10 oder mehr Jahre.

4. Und dann folgt der letzte Schritt zur Ausbildung eines Nachfolgers – die AssistentenStelle in der Firmenleitung. Über 2 bis 3 Jahre wird man Schatten vom Chef und lernt durch Beobachtung, durch erste Aufgaben und dann durch eigene VerantwortungsBereiche. In diese Zeit fallen ZusatzQualifikationen genauso wie das Kennenlernen aller wichtigen Abläufe. Von Praktikanten hör ich manchmal, dass sie alle Berufsfelder einer Firma durchlaufen, um die Erkenntnis zu entwickeln, was ihnen am Besten liegt und gleichzeitig Fähigkeiten in allen Bereichen zu erlangen. Wenn zukünftige Firmenleiter weder die Mitarbeiter kennen, auf deren zuverlässige AufgabenErfüllung sie später zählen müssen, noch Geschäftspartner getroffen haben, mit denen sie auf Basis von Vertrauen langfristige Verträge abschließen sollen, dann könnte die Übernahme in einem Disaster enden. Auch könnten fehlende Fähigkeiten des Nachfolgers durch geschäftliche Vertrauenspersonen entdeckt werden und rechtzeitige Maßnahmen zu dessen Ausgleich ergriffen werden. Wenn potentielle Nachfolger sich als rücksichtlos erweisen, sollten sie Demut lernen durch einen Situationswechsel oder einen Kurs zu blindem Vertrauen zum Beispiel in einem Kletterpark. Wenn sie eher unsicher sind und es ihnen an Durchsetzungsvermögen mangelt, könnte ein Selbstverteidigungskurs oder ein FührungsCoaching helfen. Wenn der Assistent seine Kompetenzen überschreitet, benötigt er vielleicht größere Verantwortungsbereiche. Wenn der Maschinist unfähig ist, die Wirtschaftsbücher zu führen, sollte ein qualifizierter Wirtschaftskurs besucht werden. Und so könnte es viele weitere Beispiele geben zu Empfehlungen die wichtig sind, bis der Nachfolger auch fähig ist, die Firma zu übernehmen. Offenheit und Vertrauen sind der Schlüssel dazu, dass Chef und dessen Nachfolger sich so stark annähern, dass die gleichen Kompetenzen, ähnliche Einstellungen und gute Zukunftskonzepte zu einer erfolgreichen Übernahme und einer guten UnternehmensPerspektive führen. Dabei kann die AssistentenStelle sogar die Chance sein, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu erlernen oder neue Standbeine aufzubauen.

Und wenn der Alte dann einen Neuen hat, darf dieser dann auch endlich die schon lang gewollten Investitionen machen, zu denen die vergangene FirmenEbene nicht bereit war. Damit macht er die Firma zu seinem Baby und übernimmt die Verantwortung für seine Entscheidungen, mit allen Konsequenzen.

Wenn der letzte Chef dann noch mit konstruktiven Ratschlägen eventuellen Fehlern vorbeugt und vor Gefahren warnt, bringt er mit seiner langjährigen Erfahrung den Neuling auf den richtigen Kurs. Doch dieser muss auch aus Fehlern lernen können. Wenn der Firmengründer seine Verantwortung nur offiziell abgibt, aber inoffiziell noch über alle EntscheidungsBefugnisse verfügen möchte, kommt es zu Streit und einem Bruch.

Der richtige Weg, als ehemaliger Chef Teil der Firma zu bleiben, ist GelegenheitsArbeiten zu übernehmen. Egal, ob es die UrlaubsVertretung ist, das herbstliche Hofkehren oder das Schlichten bei Meinungsverschiedenheiten. Sogar das Vorbereiten von GeburstagsBüffets oder JubiläumsVeranstaltungen kann für die alte Chefin eine Chance sein, Freude bei allen Mitarbeitern zu erwirken.

In meinem vorbildlichen Beispiel aus dem Bekanntenkreis hielt sich die ehemalige Chefin dadurch fit, in der Drogerie ihrer Tochter die Regale einzuräumen und abgelaufene Waren auszusortieren. So übernahm sie selbst noch mit 90 Jahren eine nützliche Funktion und entlastete alle anderen Mitarbeiter, die die Aufgaben an der Kasse oder WarenAnnahme, der Bestellung oder KundenBeratung erledigen konnten. Dabei konnte sie Auskunft zu längst verjährten Produkten geben oder Stammkunden zu einem freundlichen Gespräch einladen, um so die Kundenbindung zu verstärken.

In jeder Firma gibt es solche Aufgaben, egal ob in der Arbeit mit Praktikanten oder Auszubildenden, in der Überprüfung von Unstimmigkeiten oder der zeitaufwendigen Lösungsfindung von komplexen Problemen. Auch FörderAnträge oder Gerichtsverfahren können den Chef überlasten, wenn er damit allein gelassen wird. Falls das Vertrauen in den JungUnternehmer bei Geschäftspartnern noch nicht ausgeprägt ist, kann sein Vorgänger diesem Rückhalt geben und seine eigene Vertrauensbasis zu Gunsten seines Nachfolgers einbringen.

Das alles funktioniert aber nur, wenn keine Einmischung statt findet, bis der neue Chef mit dem Gesuch nach Rat und Hilfe beim alten ankommt. Absprachen mit und Genehmigungen durch den neuen FirmenInhaber sind wichtig, um die internen Abläufe nicht zu stören.

Am Ende erfüllen beide überaus wertvolle Positionen für die Firma und niemand kommt sich unnütz oder überflüssig vor. Mehr noch, beide sorgen dafür, dass der Fortbestand der Firma gesichert ist und Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Will nicht jeder an seiner FirmenFassade stehen haben…TraditionsUnternehmen feiert 100jähriges Jubiläum?

Glücksbringer SiM

(mit nachträglichem NovemberBeitrag und der Bitte um Entschuldigung für die Verspätung)

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten